Vielleicht kennst Du dieses Gefühl.
Ein Mensch, der Dir viel bedeutet, schreibt Dir eine liebe Nachricht.
Macht Dir ein Kompliment.
Sagt Dir, wie wichtig Du ihm bist.
Und plötzlich fühlt sich alles leichter an.
Du fühlst Dich gesehen.
Geliebt.
Wertvoll.
Doch am nächsten Tag meldet sich dieser Mensch weniger.
Vielleicht ist er einfach beschäftigt.
Vielleicht ist überhaupt nichts passiert.
Und trotzdem beginnt Dein Gedankenkarussell:
Habe ich etwas falsch gemacht?
Bin ich ihm noch wichtig?
Hat sich etwas verändert?
Im Außen hat sich vielleicht kaum etwas verändert.
Innerlich aber schon.
Und genau dort beginnt das Thema Selbstliebe.
Selbstliebe bedeutet nicht, niemanden mehr zu brauchen
Natürlich tut Liebe gut.
Natürlich freuen wir uns über Nähe, Anerkennung und ein ehrliches Kompliment.
Darum geht es nicht.
Problematisch wird es erst dann, wenn Dein eigenes Gefühl von Wert davon abhängt.
Wenn Du Dich nur sicher fühlst, solange jemand Dir zeigt, dass Du wichtig bist.
Oder wenn fehlende Aufmerksamkeit sofort Zweifel an Dir selbst auslöst.
Dann lohnt es sich, genauer hinzusehen.
Denn die Reaktion entsteht oft nicht erst in dieser Situation.
Sie berührt etwas, das schon vorher da war.
Ein Muster, das ich in meiner Arbeit oft erlebt habe
Immer wieder begegnen mir Frauen, die sich in Beziehungen sicher fühlen, solange viel Nähe und Aufmerksamkeit da ist.
Doch sobald der andere sich etwas zurückzieht, tauchen Fragen auf:
Bin ich noch wichtig?
Habe ich etwas falsch gemacht?
Bin ich nicht genug?
Dabei ist der Partner nicht automatisch die Ursache.
Oft macht die Situation nur sichtbar, was innerlich bereits wirkt.
Zum Beispiel Unsicherheit.
Verlustangst.
Die Angst vor Ablehnung.
Oder das Gefühl, nicht gut genug zu sein.
Genau dort liegt für mich der entscheidende Punkt.
Nicht bei der Frage:
Wie bekomme ich mehr Bestätigung?
Sondern:
Warum brauche ich sie gerade so dringend?
Warum Selbstliebe für Frauen oft in Beziehungen sichtbar wird
Gerade Beziehungen berühren sehr tiefe Themen.
Wir möchten geliebt werden.
Wir möchten dazugehören.
Wir möchten uns sicher fühlen.
Deshalb zeigen sich dort Unsicherheiten häufig besonders deutlich.
Vielleicht kennst Du Situationen wie diese:
Du passt Dich an, um Streit zu vermeiden.
Du sagst Ja, obwohl Du eigentlich Nein meinst.
Du machst Dir stundenlang Gedanken darüber, was der andere denken könnte.
Du fühlst Dich schnell zurückgewiesen.
Du brauchst immer wieder die Rückversicherung, dass alles in Ordnung ist.
Das wird oft einfach als „mangelnde Selbstliebe“ bezeichnet.
Ich sehe es differenzierter.
Denn dahinter können sehr verschiedene Muster liegen.
Und die lassen sich nicht dadurch lösen, dass Du Dir einfach sagst:
„Ich muss mich mehr lieben.“
Was Selbstliebe mit dem Herzchakra zu tun hat
In der Energetik steht das Herzchakra unter anderem für Selbstliebe.
Aber nicht jedes Selbstliebe-Thema entsteht ausschließlich dort.
Wenn beispielsweise Angst vor Ablehnung dahintersteht, kann ein anderer energetischer Zusammenhang eine Rolle spielen als bei starker Selbstkritik oder Verlustangst.
Deshalb finde ich die Frage spannender:
Was genau hält mich davon ab, meinen eigenen Wert zu fühlen?
Denn dort liegt oft der eigentliche Ansatzpunkt.
Kann ein Selbstliebe Journal helfen?
Ja, ein Selbstliebe Journal kann sehr hilfreich sein, weil Du dadurch bewusster wahrnimmst, wann Du an Dir zweifelst und was diese Gefühle auslöst.
Du musst dafür keine Seiten füllen.
Oft reichen schon ein paar Fragen:
- Wann habe ich heute an mir gezweifelt?
- Was hat dieses Gefühl ausgelöst?
- Wo habe ich meinen Wert vom Verhalten eines anderen abhängig gemacht?
- Was hätte ich in diesem Moment gebraucht?
- Wo bin ich heute gut mit mir umgegangen?
Ein Journal löst alte Muster oder energetische Blockaden nicht automatisch.
Aber es kann Dir helfen, sie überhaupt erst zu erkennen.
Und genau das ist oft der erste wichtige Schritt.

Selbstliebe Affirmationen: Können sie helfen? JAIN.
Positive Affirmationen können durchaus hilfreich sein.
Sie können unsere Gedanken bewusster ausrichten und uns immer wieder an etwas erinnern, das wir stärken möchten.
Aber sie reichen nicht immer aus, um nachhaltig etwas zu verändern.
Vielleicht hast Du schon einmal versucht, Dir immer wieder zu sagen:
Ich bin wertvoll.
Ich bin liebenswert.
Ich liebe mich selbst.
Und trotzdem hat sich innerlich kaum etwas verändert.
Das kann daran liegen, dass alte Glaubenssätze, Muster oder Blockaden dieser Affirmation entgegenwirken.
Wenn Du zum Beispiel tief in Dir die Überzeugung trägst:
Ich habe es nicht verdient, glücklich zu sein.
dann löst der Satz „Ich bin glücklich“ diesen Glaubenssatz nicht automatisch auf.
Manchmal wird dadurch sogar erst besonders deutlich, wie groß der innere Abstand zu diesem Satz gerade ist.
Dann ist es sinnvoller zu fragen:
Was steht meinem Gefühl von Selbstliebe im Weg?
Wo liegt die Ursache?
Welche Überzeugung, welches alte Muster oder welche Blockade wirkt darunter?
Natürlich können Affirmationen unterstützen und unsere Gedanken positiv beeinflussen.
Aber wenn hinter dem Thema ein tieferes Muster oder ein innerer Mangel steht, wird dieser durch eine Affirmation allein nicht gelöst.
Was sich verändern kann
Wenn alte Muster und Blockaden an Wirkung verlieren, verändert sich oft auch der Umgang mit Beziehungen.
Du kannst Liebe annehmen, ohne von ihr abhängig zu sein.
Du kannst ein Kompliment genießen, ohne es zu brauchen, um Dich wertvoll zu fühlen.
Du kannst Nähe zulassen, ohne ständig Angst zu haben, sie wieder zu verlieren.
Und vielleicht merkst Du auch:
Du setzt leichter Grenzen.
Du zweifelst weniger an Dir.
Du interpretierst nicht jede Veränderung sofort als Ablehnung.
Du musst nicht mehr ständig wissen, ob der andere noch genauso fühlt wie gestern.
Das bedeutet nicht, dass Dir andere Menschen plötzlich egal sind.
Es bedeutet nur, dass Dein eigener Wert nicht mehr vollständig von ihrem Verhalten abhängt.
Wie kannst Du Deine Selbstliebe stärken?
Beobachte einmal, wann Dein Gefühl für Dich selbst besonders schnell ins Wanken gerät.
Wenn jemand Dich kritisiert?
Wenn Du keine Antwort bekommst?
Wenn Du einen Fehler machst?
Wenn jemand anderer Meinung ist?
Wenn Du Dich vergleichst?
Wenn Du eigentlich Nein sagen möchtest?
Solche Situationen können Dir wertvolle Hinweise geben.
Nicht darauf, was mit Dir falsch ist.
Sondern darauf, wo etwas in Dir noch besonders stark reagiert.
Und genau dort kannst Du ansetzen.

Häufige Fragen zur Selbstliebe
Was bedeutet Selbstliebe?
Selbstliebe bedeutet für mich, Deinen eigenen Wert nicht ständig davon abhängig zu machen, was andere über Dich denken oder wie sie sich Dir gegenüber verhalten.
Warum fällt Selbstliebe manchen Menschen schwer?
Dahinter können unter anderem Selbstkritik, Verlustangst, Angst vor Ablehnung oder alte Glaubenssätze und Blockaden stehen.
Welches Chakra steht für Selbstliebe?
Selbstliebe wird in erster Linie dem Herzchakra zugeordnet. Je nach Ursache können jedoch auch andere Chakren beteiligt sein.
Können Selbstliebe Affirmationen helfen?
Ja, sie können unterstützen. Aber wenn tieferliegende Muster oder Blockaden dahinterstehen, reicht eine Affirmation allein oft nicht aus.
Fazit: Selbstliebe beginnt nicht im Außen
Liebe von anderen Menschen ist etwas Schönes.
Nähe auch.
Anerkennung ebenso.
Aber kein anderer Mensch kann dauerhaft dafür sorgen, dass Du Dich selbst als wertvoll empfindest.
Wenn Dein Wohlbefinden sehr stark davon abhängt, wie andere sich verhalten, lohnt sich deshalb ein Blick nach innen.
Nicht mit der Frage:
Wie bekomme ich mehr Liebe?
Sondern:
Was hält mich bisher davon ab, meinen eigenen Wert wirklich zu fühlen?
Denn genau dort beginnt Veränderung.
Wenn Du herausfinden möchtest, welche energetischen Themen bei Dir gerade besonders stark wirken, kannst Du mit meinem Chakra-Test beginnen.
Und wenn Du merkst, dass alte Blockaden Dich immer wieder in dieselben Gefühle zurückziehen, findest Du in „Zurück in Deine Kraft – Blockaden lösen“ verschiedene energetische Übungen, die Du selbst anwenden kannst.



